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Ein Stück Großstadt als Experiment

Artikel 17 VON 17
Art. Nr.: 1002

Ein Stück Großstadt als Experiment

Planungen am Potsdamer Platz in Berlin
Herausgeber:
Deutsches Architektur Museum, Institut für Auslandsbeziehungen. Vittorio Magnago Lamugnani, Romana Schneider
Autoren:
Kenneth Frampton, Vittorio Magnago Lampugnani,...
Kuratoren:
Ingrid Honold, Teppo Jokinen, Vittorio Magnago...
Künstler:
William Alsop, Jan Störmer, Mario Campi, Franco...
1. Aufl. – Stuttgart: Hatje , 1997. – 180 S.
– 22,5 x 30,0 cm. – 1.000 gr.
lieferbar. Gewicht: 1.000 gr.

Der Städtebau der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stand unter dem Zeichen der Utopie. Ob Gartenstädte versuchten, gemeinschaftliches Wohnen mit der glücklichen Unverdorbenheit einer mystisch verklärten Natur zu vereinbaren; ob Hochhausvisionen nach einer rationalistischen Antwort auf die Frage nach dem Massenwohnungsbau trachteten und sie in der Abstraktion künstlicher Kristallformationen zu finden glaubten; ob Siedlungen der Klassischen Moderne sich bemühten, beides, Gartenstadt und neue Metropole, miteinander zu verbinden: alle waren sie für jenen Neuen Menschen gemeint, den Friedrich Nietzsche in seinem "Also sprach Zarathustra" präfiguriert hatte und den man in den ersten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts allenthalben zu gewärtigen meinte. Egon Friedell brachte die weitverbreitete Überzeugung auf den Punkt, als er 1929 schrieb: "Der Anfang eines neuen Geschichtsabschnitts ist … in jenen Zeitpunkt zu setzen, wo der Neue Mensch konzipiert wird: das Wort in seiner doppelten Bedeutung genommen. Eine neue Ära beginnt nicht, wenn ein großer Krieg anhebt oder aufhört , eine starke politische Umwälzung stattfindet, eine einschneidende territoriale Veränderung sich durchsetzt, sondern in dem Moment , wo eine neue Varietät der Spezies Mensch auf den Plan tritt."

Insofern hat die Utopie im Städtebau mitnichten ausgedient. Sie muss sich allerdings neu orientieren: nicht mehr auf die spektakuläre Attitüde, auf den großspurigen Plan, sondern auf bescheidenere und konkretere Anliegen des menschlichen Zusammenlebens und seiner städtebaulichen Umsetzung.
Berlin, die Metropole, die Anfang unseres Jahrhunderts den Mythos der Großstadt an sich verkörperte, ist im Zweiten Weltkrieg durch die Bomben der Alliierten und kurz darauf durch die Abrisswut der Stadtplaner bis tief in ihr Herz hinein gründlich verwüstet worden. Die Jahre des geteilten Berlin taten ihr Übriges. Brennpunkt und Prüfstein dieser in Dimension und Anspruch weltweit einzigartigen Rekonstruktion ist der Potsdamer Platz. Vorliegender Band versammelt zahlreiche Architekten mit ihren Arbeiten.

Kenneth Frampton, Vittorio Magnago Lampugnani, Georg Mörsch, Gerwin Zohlen

William Alsop, Jan Störmer, Mario Campi, Franco Pessina, Meinhard von Gerkan, Heinz Hilmer, Christoph Sattler, Arata Isozaki, Wilhelm Holzbauer, Josef Paul Kleihues, Hans Kollhoff, Ulrike Lauber, Wolfram Wöhr, Richard Meier, José Rafael Moneo, Renzo Piano, Christoph Kohlbecker, Otto Steidle, Oswald Mathias Ungers, Oswald Mathias Ungers, Stefan Vieths

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