Dieser Online-Shop verwendet Cookies für ein optimales Einkaufserlebnis. Dabei werden beispielsweise die Session-Informationen oder die Spracheinstellung auf Ihrem Rechner gespeichert. Ohne Cookies ist der Funktionsumfang des Online-Shops eingeschränkt. Sind Sie damit nicht einverstanden, klicken Sie bitte hier. x

Auswärtige Kunstvermittlung wirksamer gestalten

Art. Nr.: 7022
Verfasser:
Eva-Christina Meier

Auswärtige Kunstvermittlung wirksamer gestalten

Beispiele innovativer Kunstprojekte in und mit Südamerika
Herausgeber:
Institut für Auslandsbeziehungen
1. Aufl. – Stuttgart , 2013. – 61 S.
– (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)
lieferbar. Download Grösse: 0.92 MB

Zeitgenössische Kunst als Medium für Kommunikation, Reflexion und Kritik ist ein bewährtes Instrument Auswärtiger Kultur- und Bildungspolitik (AKBP). Die Studie zeigt am Beispiel Südamerikas auf, welche Faktoren die Wirksamkeit künstlerischer Projekte im Ausland auch angesichts fortschreitender Globalisierung, lokaler Transformationsprozesse und neuer Informationstechnologien im Sinne einer nachhaltigen Kulturpolitik befördern können.
Dazu wurden Experten aus Argentinien, Chile, Peru und Europa über ihre Erfahrungen mit künstlerischem Austausch befragt. Zudem wurden exemplarisch drei Tourneeausstellungen des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) anhand ihrer Berichtsbögen aus Buenos Aires, Santiago de Chile und Lima ausgewertet. Zum Vergleich wurden außerdem innovative Projekte aus Großbritannien, der Schweiz und Spanien vorgestellt.

Es zeigte sich, dass Tourneeausstellungen, die Originalkunstwerke zeitgenössischer Kunst aus Deutschland präsentieren, im Ausland sehr willkommen sind. Deren Vermittlung könnte aber in Kooperation mit den lokalen Partnern noch verbessert werden. Zusätzlich wurden von den Interviewpartnern diskursivere Formate unter Einbeziehung lokaler (künstlerischer) Szenen und Themen gefordert. Aus diesem Grund sollten auch unabhängige Kunsträume als Kooperationspartner einer AKBP berücksichtigt werden. Durch die Zusammenarbeit mit Beratern vor Ort sowie den direkten Kontakt zu den Gastinstitutionen würde die Anbindung an vorhandene Zusammenhänge noch wirksamer.
Die Einrichtung einer Datenbank, die das weltweite Netzwerk von Institutionen, unabhängigen Kunsträumen, Akteuren und Künstlern abbildet, könnte bei der Planung zukünftiger künstlerischer Projekte behilflich sein und eine spätere Evaluierung erleichtern.


INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort
Zusammenfassung
1. Einleitung
2. Bildende Kunst und Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik
2.1. ifa-Tourneeausstellungen zeitgenössischer Kunst aus Deutschland: „Rosemarie Trockel“, „Gerhard Richter“ und „Fluxus“ in Südamerika, 2005 bis 2012
2.2. Lokale Verhältnisse und universelle Übertragbarkeit. Kulturaustausch in Argentinien, Chile und Peru
2.3. Das Engagement europäischer Kulturinstitutionen in Südamerika. Pro Helvetia, Triangle Network und Museo Nacional Centro Reina Sofía
3. Kunstvermittlung jenseits der westlichen Zentren
3.1. Neue Formen kultureller Vernetzung. Red Conceptualismos del Sur
3.2. Buenos Aires. Das Goethe-Institut als Akteur der lokalen Kulturszene
3.3. Santiago de Chile. Mikro statt Makro. Galería Metropolitana, ein unabhängiger Kunstraum an der Peripherie
3.4 Lima. Die Ermächtigung des Lokalen. Das ambulante Micromuseo
4. „Reisen ist ganz wichtig.“ Gespräche über Kulturaustausch
5. Kriterien zur Evaluation künstlerischer Projekte im Ausland
5.1. Qualitative Auswertung künstlerischer Projekte
5.2. Kooperationen, Anbindung an vorhandene Strukturen
5.3. Thematische Relevanz
5.4. Vermittlung als Übersetzung
5.5. Entwicklungspotenzial
5.6. Budget
6. Fazit
7. Handlungsempfehlungen
Literaturverzeichnis
Anhang: Expertengespräche
Zur Autorin

Eva-Christina Meier (Diplom/Meisterschülerin) studierte visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 2000 ist sie als freie Kuratorin mit Schwerpunkt für zeitgenössische südamerikanische Kunst tätig – zuletzt kuratierte sie in der Reihe Kulturtransfer für die ifa Galerien Berlin und Stuttgart die Ausstellung „Cut & Mix. Kulturelle Aneignung und künstlerische Behauptung. Zeitgenössische Kunst aus Peru und Chile“. Regelmäßig veröffentlicht sie Texte und Interviews zu bildender Kunst und Literatur in die tageszeitung (TAZ).
Sie ist u. a. Herausgeberin der Anthologie „Chile International. Kunst, Existenz, Multitude“, Berlin 2005.

* inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten