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Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik in Staaten im Umbruch am Beispiel...

Art. Nr.: 7014
Verfasser:
Anna Klara Marie Kaitinnis

Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik in Staaten im Umbruch am Beispiel Myanmars

Herausgeber:
Institut für Auslandsbeziehungen
1. Aufl. – Stuttgart , 2014. – 67 S.
– (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)
lieferbar. Download Grösse: 1.08 MB

22 Jahre hatte die Militärdiktatur in Myanmar gedauert, als Premierminister Thein Sein 2010 einen Kurswechsel und Demokratisierungsprozess für das Land anstieß. In der Folge kam Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi 2011 aus ihrem langjährigen Hausarrest frei. 2012 fanden die ersten freien Wahlen seit mehr als einem Vierteljahrhundert statt.
Seither engagieren sich auch vermehrt NGOs und deutsche Mittlerorganisationen im Land. Im Februar 2014 eröffnete das Goethe-Institut feierlich seine erste Dependance in Rangun; auch die GIZ, der DAAD und die Deutsche Welle Akademie sind nun verstärkt vor Ort tätig. Wie die deutschen Mittler mit ihren Programmen und Projekten den Demokratisierungsprozess in Myanmar vorantreiben können, untersucht Anna Kaitinnis in ihrer im Rahmen des ifa-Forschungsprogramms Kultur und Außenpolitik entstandenen Studie.

Deutsche Mittlerorganisationen haben in der myanmarischen Gesellschaft einen guten Ruf, da sie keine direkten staatlichen Aufgaben erfüllen, autonom agieren und ihnen keine postkolonialistischen Interessen unterstellt werden. Deutsche Mittler sollten vor allem in den Bereichen Bildung und Medienarbeit sowie in der Künstler- und Kulturförderung aktiv werden, empfiehlt Kaitinnis. Auch wenn die Medienlandschaft Myanmars zurzeit keine unabhängige ist, könnten Medien und Kunst in Zukunft als Meinungsbildner und Kontrollinstanzen politischer Akteure fungieren. Auch ein höheres Bildungsniveau der Bevölkerung begünstige den Demokratisierungsprozess. Sollte eine Kooperation auf Regierungsebene nicht möglich sein, so empfiehlt die Autorin die Zusammenarbeit mit privaten Akteuren des Bildungsbereichs. Netzwerke und Strukturen sind durch DAAD-Alumni bereits vorhanden. Wenn in Myanmar der Übergang zu demokratischen Strukturen gelingt, stellt die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands wieder einmal ihre wichtige Rolle als "Dritte Säule der deutschen Außenpolitik" unter Beweis.


INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort
Zusammenfassung
1. Einführung
2. Zu den Zielen der Arbeit und dem methodischen Vorgehen
3. Externe Demokratieförderung
4. Einflussfaktoren externer Demokratieförderung
5. Die politischen Rahmenbedingungen in Myanmar
6. Transformationstheorien und ihre Anwendung auf Myanmar
6.1 Systemtheorien
6.2 Strukturalistische Transformationstheorien
6.3 Akteurstheorien
6.4 Kulturalistische Theorien
6.5 Schlussfolgerungen für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik
7. Deutsche Mittlerorganisationen in Myanmar
8. Bildung
8.1 Zur Historie des Bildungsbereiches
8.2 Erfordernisse im Bildungsbereich
8.3 Handlungsempfehlungen
9. Medien
9.1 Erfordernisse im Mediensektor
9.2 Handlungsempfehlungen
10. Kunst und Kultur
10.1 Erfordernisse im Kunst- und Kulturbereich
10.2 Handlungsempfehlungen
11. Fazit
Literatur
Leitfäden
Zur Autorin

Anna Klara Marie Kaitinnis hat Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim mit dem Schwerpunkt Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik in Transitionsländern studiert. Nach ihrer Diplomarbeit über das Goethe-Institut in Argentinien während der Militärdiktatur (1976–1983) befasst sie sich in ihrer Dissertation mit dem Goethe-Institut während der Demokratisierungsprozesse in Argentinien (1982–1989) und Chile (1988–1994).
Im Sommersemester 2013 führte Kaitinnis mit Prof. Dr. Wolfgang Schneider an der Universität Hildesheim das Seminar “Kultur in Transformation. Innenansichten zur Außenpolitik des Goethe-Instituts” durch.

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