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Im Schatten der Versöhnung

Artikel 1 VON 5
Art. Nr.: 6021
Verfasser:
Nicole Colin, Joachim Umlauf

Im Schatten der Versöhnung

Deutsch-französische Kulturmittler im Kontext der europäischen Integration
Herausgeber:
Ronald Grätz, Institut für Auslandsbeziehungen
1. Aufl. – Göttingen: Steidl , 2018. – 223 S.
– (Edition "Perspektive Außenkulturpolitik" ) – 24,0 x 16,0 cm. – 600 gr.
lieferbar. Gewicht: 600 gr.

In der Transferforschung rücken die sogenannten „Mittler“ mehr und mehr ins Zentrum des Interesses. Dabei handelt es sich um Institutionen oder Personen, die sich intensiv für Austausch und Verständigung zwischen den Nationen engagieren und damit den politischen und zivilgesellschaftlichen Annährungsprozess vorangetrieben haben. Darüber hinaus existieren aber zahlreiche weitere Akteure, denen bisher selten Aufmerksamkeit geschenkt wurde: Künstler, Kulturschaffende oder Wissenschaftler haben oft bedeutsame Wechselwirkungen provoziert, ohne sich dies zur Aufgabe gemacht zu haben; ambivalente oder auch diskreditierte Mittler können wichtige Transferleistungen initiieren, obwohl sie dem anderen Land nicht unbedingt positiv gegenüberstehen.

Ausgehend von diesen Überlegungen wird das Phänomen des „Mittlers“ als Kulturübersetzer nach 1945 zum ersten Mal untersucht – auf der Grundlage der deutsch-französische Geschichte. Die von den beiden Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg vollzogene Kehrtwende von der Erbfeindschaft zur Erbfreundschaft gilt vielen als Modell und wird in internationalen Konflikten gerne als Vorbild zitiert. Im Mittelpunkt der Analyse stehen aber nicht nur die geglückten Vermittlungsprozesse, sondern auch und vor allem die Krisen und das Scheitern sowie jene fruchtbaren Missverständnisse, welche jeden Transfer begleiten.

Im Schatten der Versöhnung ist der fünfte Band der Reihe „Perspektive Außenkulturpolitik“.

Nicole Colin, geboren 1966, ist Professorin für Neuere deutsche Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Aix-Marseille und Honorarprofessorin an der Universität von Amsterdam. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Kulturtransferforschung und die deutsch-französische Kulturgeschichte. 2013 wurde sie mit dem Deutsch-Französischen Parlamentspreis ausgezeichnet.

Joachim Umlauf, geboren 1959, ist Direktor der Goethe-Institute Lyon und Marseille, Gastprofessor am Duitsland Instituut Amsterdam (DIA), der Universiteit van Amsterdam und Lehrbeauftragter u. a. an der Universität Aix-Marseille, der Sorbonne Nouvelle in Paris und der Université de Lorraine. Seine Arbeitsschwerpunkte sind u. a. der deutsch-französische Kulturtransfer sowie die Sprachen-, Kultur- und Bildungspolitik in Europa.

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