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Migration von Subsahara-Afrika nach Europa

Art. Nr.: 7051
Verfasser:
Anke Fiedler

Migration von Subsahara-Afrika nach Europa

Motive, Informationsquellen und Wahrnehmung deutschen Engagements
Herausgeber:
Institut für Auslandsbeziehungen
1. Aufl. – Stuttgart , 2017. – 54 S. – 978-3-921970-28-7 – (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)
lieferbar.

Die europäische Wahrnehmung von Flucht und Migration ist stark von der Idee geprägt, dass Menschen sich aufgrund von Gewalt, Armut, Perspektivlosigkeit und geleitet von der positiven Vorstellung besserer Lebensbedingungen in den Zielländern auf den Weg machen. Doch genügen diese Faktoren, um die stetig steigenden Flucht- und Migrationsbewegungen hinreichend zu erklären?

Dieser Frage geht die vorliegende Studie nach und weist im Gespräch mit Migrationswilligen aus Subsahara-Afrika weitere Gründe auf. Neben den klassischen Motiven wurde Migration als ein Erfolgsmodell beschrieben, das viele junge Menschen aufgrund des hohen sozialen Drucks diesen Weg einschlagen lässt. Trotz und gerade wegen der Kenntnis über die Risiken irregulärer Migration und den oft miserablen Lebensbedingungen von Migranten spielt auch der Glaube daran, womöglich zu den wenigen Auserwählten zu gehören, die es in Europa schaffen, eine entscheidende Rolle.

Vor diesem Hintergrund sind, so das Fazit der Autorin, eurozentristische Interessen, die sich in der gegenwärtigen Visa- und Integrationspolitik manifestieren, zu hinterfragen.

Dr. Anke Fiedler hat Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Psychologie (M.A.) an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Université Paris II Panthéon-Assas studiert.
2004/2005 und 2006 bis 2008 war sie Mitarbeiterin bei der UNESCO in Paris, in Bujumbura und in Amman. Von 2009 bis 2013 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität München (2012 Promotion zum Dr. phil.).

Von 2014 bis 2016 war sie Postdoktorandin an der Université libre de Bruxelles im EU-geförderten Projekt INFOCORE. Im Wintersemester 2015/16 hat sie die W2-Professur “Kommunikationsgeschichte und Medienkulturen” am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin vertreten.
Seit 2009 ist sie freiberufliche Mitarbeiterin bei der Berliner Medienentwicklungsorganisation Media in Cooperation and Transition (MiCT gGmbH) mit Schwerpunkt Forschung.

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