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Reflexion kolonialer Vergangenheit in der musealen Gegenwart?

Art. Nr.: 7053
Verfasser:
Regina Wonisch

Reflexion kolonialer Vergangenheit in der musealen Gegenwart?

Kuratorische Herausforderungen an der Schnittstelle von ethnologischen Museen und Kunst
Herausgeber:
Institut für Auslandsbeziehungen
1. Aufl. – Stuttgart , 2017. – 75 S.
– (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)
lieferbar.

Ethnologische Museen sind der Kritik ausgesetzt, koloniale Denkmuster zu reproduzieren und der Gegenwart nicht mehr gerecht zu werden. Der Umgang mit ihren Sammlungen ist ein umstrittenes Thema. Kultureinrichtungen versuchen mit postkolonialen künstlerischen Interventionen, Artist in Residence-Programmen und Artistic Research-Projekten ihre eigene Rolle kritisch zu reflektieren, doch strukturell tiefgreifende Änderungen lassen auf sich warten.

In der vorliegenden Studie betont die Autorin die Notwendigkeit, weniger die Lebensweisen fremder Kulturen in den Fokus zu stellen, sondern vielmehr Einblicke in koloniale Herrschaftsbeziehungen der Vergangenheit und Ausblicke auf deren Spuren in eine von Globalisierungsprozessen gekennzeichnete Gegenwart zu liefern. Die Umwandlung einer kolonialen Einrichtung in einen Raum postkolonialer Auseinandersetzungen, so das Resümee, kann auf diesem Weg vielleicht gelingen.

Mag. Regina Wonisch ist Historikerin, Museologin und freiberufliche Ausstellungskuratorin. Sie lebt und arbeitet in Wien.
Sie ist Mitarbeiterin des Instituts für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Standort Wien) und Leiterin des Forschungszentrums für historische Minderheiten in Wien.

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